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1975 - 1980

1975: Noch gibt es in Deutschland vier große Pfadfinderverbände, den VCP (Verband Christlicher Pfadfinder), die DPSG (Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg) den BDP (Bund Deutscher Pfadfinderinnen) und den BDP (Bund Deutscher Pfadfinderinnen). Aber das gesamte Jahr 1975 steht unter dem Zeichen der Vorbereitung für die Fusion zwischen dem Bund der Pfadfinder und dem Bund Deutscher Pfadfinderinnen. Im November findet dann in der Jugendherberge Oberreiffenberg im Taunusgebirge die Gründungsversammlung des BdP (Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder) statt.

1976: Der neue "Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder" startet voll durch! Der neue Bundesvorsitzende ist Helmut Jung aus Gießen. Das neue Bundeszeichen, die "Klilie" wird eingeführt. Sie ist die Kombination der beiden alten Zeichen der fusionierten Bünde. Das erste Heft die "Zeitschrift" erscheint im quadratischen Format. Heute heißt diese Zeitschrift "LOGO" und informiert über Aktionen und Ereignisse des Bundes, es erscheint vierteljährlich. Zum Jahreswechsel finden die ersten Gilwellkurse für Stufenführungen in Kronberg statt. Das sind Weiterbildungskurse des Bundes für die ehrenamtlichen Gruppenleiter der einzelnen Stämme. Außerdem wird vom Bund das "Logbuch für die Pfadfinderstufe" herausgegeben ,welches hilfreiche Tips für die Gruppenarbeit enthält.

1977: Schon im zweiten Jahr der Gemeinsamkeit nimmt der Bund sich Großes vor: Im Sommer gibt es das erste Bundeslager, das Regenbogenlager! Kirchberg im Hunsrück ist die Gastgeberstadt. 5000 Jungen und Mädchen verbringen herrliche Tage auf den Wiesen oberhalb der Stadt. Das "Regenbogenlied", das offizielle Bundeslagerlied entsteht. Ein Bundeslagerfilm entsteht.

1978: In der Kirchenruine im Kloster Arnsburg bei Gießen findet das erste "Singen und Musizieren" des Bundes statt: Im Juni versammeln sich 18 Singkreise und präsentieren mehr als 80 Lieder. Die Stimmung ist prächtig der bisherige Bundesvorstand wird für drei weitere Jahre wiedergewählt. Die Bundesversammlung in Biedenkopf beschließt den weiteren Ausbau und die Erweiterung des Pfadfinderbundeszentrums in Immenhausen, das die Mädchen "mit in die Ehe" gebracht haben. Das Jahr 1978 lief außerdem im Bund als Wölflingsjahr. 1979: Das Jahr des Kindes bringt für den Bund die Aktion "Fünf Richtige für UNICEF". Der Erlös beträgt 100.000,- DM. In Karlshafen findet mit 800 Teilnehmer ein Märchenkongreß statt, an dem zum ersten Mal aktiv Mitglieder aus unseres Bundes teilnehmen.

1980: Das Jahr der großen Bundesfahrt! (Fahrten, so heißen bei den Pfadfindern Lager, die nicht auf einem festen Lagerplatz statt finden, sondern zu Fuß, oder mit dem Fahrrad von Lagerplatz zu Lagerplatz ziehen.) Am Öjenseein Mittelschweden versammeln sich viele Gruppen nach ihren Kanufahrten und Wanderungen. Es werden viele AGs angeboten, in den Kellerräumen des Lagerplatzhauses entsteht eine Lagerzeitung. Blaubeeren in jeder Verarbeitung sind der große Hit!

1981 - 1985

1981: Der Bund versammelt sich zu seinem zweiten Bundeslager auf dem DPSG-Platz in Westernohe. Das Handwerkerlager schickt die Sippen auf die Walz. Sie suchen bei den Handwerkshöfen nach Arbeit und werden von den Meistern eingewiesen. Die Windrose ist das Zeichen dieses Lagers. Ein Bundeslagerfilm entsteht. Im Herbst wird das erweiterte Bundeszentrum in Immenhausen eingeweiht: Vier neue Sippenhäuser und ein großes Waschhaus für den Zeltlagerbetrieb sind entstanden.

1982: Ein neuer Bundesvorsitzende tritt sein Amt an: Wolf Kuhnke, schon seit Gründung des Bundes der Pfadfinder Internationaler Beauftragter, wird Helmuts Nachfolger. Das Amt des Bundesbeauftragten Ausbildung wird neu geschaffen. In der Jugendherberge am Biggensee findet ein großes Meutenführungstreffen statt.

1983: War vier Jahre zuvor wegen der Revolution im Iran das geplante Worldjamboree ausgefallen, so traf sich 1983 das Weltpfadfindertum zum nächsten Jamboree in Kanada. (Ein Jamboree ist ein Zusammentreffen aller Pfadfinderverbände aus der ganzen Welt) 240 Mitglieder des Bundes nahmen als BdP-Kontingent daran teil. Und zum ersten Mal wurde auf solcher Ebene Ringzusammenarbeit intensiv demonstriert: es gab eine gemeinsame Ringkoningentsleitung mit allen anderen Kontingenten aus Deutschland. Wolf Kuhnke war der Ringleiter.

1984: Irland ist das Ziel der zweiten Bundesfahrt des Bundes. Auf der Dingle-Halbinsel treffen die Sippen zusammen und lassen ein bleibendes Zeichen der Erinnerung und der Danksagung zurück: eine Spirale aus gebrannten Kacheln. "Kein Ende haben" bedeutet sie. Die Bundesaktion "Wasser für Sudan" ein Entwicklungshilfeprojekt wird gestartet.

1985: Auf einer Insel zwischen der Hase und einem Altarm kommt der Bund zu seinem dritten Bundeslager zusammen. Wasser, Wolken, Wind ist das Motto, und zur Eröffnung bringt jede Sippe ein selbstgebautes Windrad mit. Ein Bundeslagerfilm entsteht. "Wasser für Sudan" wird mit einer Endsumme von über 300.000,- DM abgeschlossen

1986 - 1990

1986: Wieder ein Wölflingsjahr! Spuren '86 (so das Motto) wird gebührend mit Wölflingslagern und Aktionen begangen und gefeiert. Die Welt wird durch die Explosion im Kernkraftwerk Tschernobyl erschüttert. Viele der traditionellen Pfingstlager werden abgesagt.

1987: Der Bund geht auf den "ÖkoPfad": Eine neue Bundesaktion versucht ökologisches Denken und ein Engagement für die bedrohte Umwelt zu wecken.

1988: Zur Jahreswende fährt wieder ein BdP-Kontingent zum Jamboree nach Australien. Zum ersten Mal findet solch ein treffen auf der südlichen Halbkugel statt. 10 Tage in gleißender Sonne und im Thunderstorm lassen die Zeit tief im Gedächtnis bleiben. Vor allem der Aufenthalt bei den Familien in den Blue Mountains bleibt für alle in guter Erinnerung.

1989: "Fabula", das Land der Künste entsteht bei der Stadt Furth im Walde im Bayrischen Wald: Der Bund hat sich zu seinem vierten Bundeslager versammelt. Jacques Moreillion, der neue Generalsekretär der Weltdachorganisation WOSM (World Of Scouting Movement) besucht das Lager. Wieder entsteht ein Bundeslagerfilm. Es gibt (wie oben erwähnt) im Bund ein neues Zeitschriftenkonzept: Aus der Bundeszeitschrift wird "Logo"- das Magazin für Pfadfinderinnen und Pfadfinder.

1990: In der Noch-DDR bilden sich die ersten Pfadfindergruppen, im September gibt es ein treffen der ersten Gruppenleiter, die den Landesverband Elbe-Oder gründen. Mit der Bundesaktion "Tour de Ruhr '90" soll das Vorurteil "Pfadfinder? Jeden Tag 'ne gute Tat, oder wat?" abgebaut werden.

1991 - 1995

1991: Männe, Manfred Jiritschka aus Hamburg, tritt die Nachfolge von Wolf als Bundesvorsitzender an. Im Sommer fährt wieder ein BdP-Kontingent zum Jamboree nach Korea.

1992: Die dritte Bundesfahrt des Bundes geht sozusagen vor die Haustür... in die fünf neuen Bundesländer. Ein Standlager wird in Jerichow in Sachsenanhalt eingerichtet. Dort kommen die Sippen, nachdem sie auf unterschiedlichen Touren zu Fuß oder mit dem Rad ein Stück des neuen Landes kennengelernt haben, zusammen, um von ihren Fahrten zu berichten. Im Herbst stirbt Helmut Jung, der erste Bundesvorsitzende, nach langer, schwerer Krankheit.

1993: Wieder einmal Bundeslager! Diesmal im Norden der Republik, in Friedeburg. "Über den Horizont" ist das Motto. 6000 Mädchen und Jungen versammeln sich und erleben ein Lager in ständigem Regen und Matsch. "Unter den Zyklonen" wird das Motto umgedichtet. Aber all das schlechte Wetter kann die großartige Stimmung nicht verderben, alles Programm findet dennoch statt, und alle Teilnehmer fahren naß aber glücklich zurück.

1994: Über das ganze Jahr läuft die nächste Entwicklungshilfe-Aktion des Bundes: Miljul, ein Dorf in Nepal.

1995: Das 18. Weltjamboree ist vor unserer Haustür : in Dronten Holland. Wieder kann unser Bund mit vier Trupps dorthin fahren und erlebt ein Jamboree voller Programm und tollen Abenteuern und herrliches Wetter mit Baden im Meer! Der 20. Stammesführergilwellkurs (ein Kurs für die Stammesführer des Bundes) findet im September in Immenhausen statt.

1996 - 2000

1996: Das Jubiläum: 20 Jahre BdP!

1997: Das nächst Bundeslager: Wegzeichen; findet im Spree-Neiße-Kreis zum ersten Mal in den neuen Bundesländern statt.